Woher kommt der Name "Legionellen"?

 

Im Juni 1976 trafen sich ehemalige Armeeangehörige (Veterans Legion) in den USA. Hierbei erkrankten 221 Teilnehmer an einer schweren Lungenentzündung, wobei 34 Personen verstarben. Ursache war das daraufhin erst entdeckte Bakterium "Legionella pneumophila"

 

Wo kommen Legionellen vor und wie leben sie?

 

Legionellen kommen in allen Wässern und feuchten Böden vor. Daher sind sie auch im Trinkwasser vereinzelt nachweisbar. Sie können sich aber normalerweise im kalten Wasser nicht vermehren. Im Warmwasser jedoch haben die Legionellen bei Temperaturen zwischen 25°- 45° C optimale Vermehrungsbedingungen und können hohe Bakterienkonzentrationen erreichen. Ab einer Temperatur von 60° C werden sie jedoch abgetötet.

 

Wie kann man sich infizieren?

 

Ein Infektionsrisiko kann durch das Einatmen kleinster, legionellenhaltiger Wassertröpfchen (Aerosole) bestehen, also immer dann, wenn Wasser fein zerstäubt wird.

Gefahrenquellen:

  • Duschen
  • Whirlpools
  • Klimaanlagen
  • Künstliche Wasserfälle, Fontänen
  • Wasserrutschen in Schwimmbädern
     

Wie wirkt sich die Infektion aus?

 

Man unterscheidet zwischen 2 Verlaufsformen:

 

1. Legionärskrankheit (Legionellose)

 

Die Legionellose beginnt nach 2-10 Tagen und ist eine schwere Lungenentzündung. Die Krankheit beginnt mit Unwohlsein, Glieder- und Kopfschmerzen, sowie Reizhusten. Innerhalb kurzer Zeit kommt es zu Schmerzen in der Brust, Schüttelfrost und Fieber. Unbehandelt kann die Legionärskrankheit tödlich verlaufen.

 

2. Pontiac-Fieber

 

Bei dem sehr viel häufiger vorkommenden Pontiac-Fieber handelt es sich um eine grippeähnliche Erkrankung. Sie tritt nach ca. 1-2 Tagen mit Kopf-, Glieder- und Brustschmerzen, Husten und Fieber auf. In der Regel erholt sich der Patient nach ca. 5 Tagen wieder.

 

Kann ich mich bei einem Erkrankten anstecken?

 

Nein. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch wurde bisher noch nie beobachtet. 

 

Wie wird die Legionärskrankheit behandelt?

 

Bei Verdacht einer Legionärskrankheit ist sofort ein Arzt oder Krankenhaus aufzusuchen. Bestimmte Antibiotika sind gegen Legionellen recht gut wirksam.

 

Quelle LGA Niedersachsen